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Kinderchor „Kalinonka" gastierte im Evangelischen Gemeindezentrum in Eifa
Seit Anfang Juli erfreuen die Kinder und Jugendlichen des ukrainischen Kinder- und Jugendchors „KALINONKA" mit zahlreichen Konzerten die Gemüter der Menschen im Vogelsbergkreis und Umgebung. Angefangen in Nieder-Ohmen, ausgedehnt erstmalig über Allendorf/Eder, haben die Kinder und ihre Betreuer mittlerweile in Alsfeld, Altenburg und Romrod ihr letztes Quartier der Rundreise bezogen, bevor sie am Wochenende wieder ihre Heimreise nach Nemeschajewo (Ukraine) antreten. „Großer Dank gebührt an dieser Stelle all den Gastfamilien, die durch ihre Gastfreundschaft den Kindern einen Aufenthalt in der hiesigen Region ermöglichen", so der erste Vorsitzende des Fördervereins für deutsch-ukrainische Freundschaft Gerhard Pranz. Doch bis die Kinder ihre Rückreise antreten, geben sie noch mehrere Konzerte.
So folgte der Chor am Dienstagabend der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Eifa, im dortigen Evangelischen Gemeindezentrum zu singen. In seiner Begrüßung hieß Pfarrer Henner Eurich die Kinder und ihre Chorleiter Alexej und Taisia Resnik und Wladimir Erasew am Akkordeon herzlich willkommen. Ein besonderer Gruß galt auch dem ukrainisch-orthodoxen Popen von Nemeschajewo, Jaroslav Chopan und seiner Gattin. Im Rückblick auf das „KALINONKA" Konzert vor zwei Jahren erinnerte sich Pfarrer Eurich noch an die kräftigen Stimmen und die bunte Kleidung der Kinder - „und so sind sie jetzt wieder da!" Damit auch die Kinder und ihre Betreuer die Worte verstanden, stand Elena Seibel aus Eifa als Dolmetscherin zur Verfügung.
Stimmgewaltig präsentierten sich die 25 Kinder in ihren landestypischen farbenprächtigen Trachten. Sie teilten ihr Konzert in zwei Abschnitte, wobei sie den ersten Teil in der Kirche absolvierten. Nicht nur klanglich, sondern auch mit passender Gestik und ausdrucksstarker Mimik verstanden es die Kinder, den Inhalt ihrer Lieder zu verdeutlichen. Ergänzt mit kurzen Textpassagen in deutscher Sprache erklärte ein Mädchen im Verlauf des Konzertes den Inhalt und die Bedeutungen der Lieder und informierte über Brauchtum und Kultur in ihrer ukrainischen Heimat.
Sie sangen kirchlich-ukrainische Lieder, Lieder von großer Freundschaft, von Vätern, von Kranichen über Tschernobyl. Eine besondere Überraschung boten die Kinder den Zuhörern, als sie „Komm, Herr segne uns" und „Danke, für diesen guten Morgen" gekonnt in deutscher Sprache zu Gehör brachten, was viele begeisterte Zuhörer zum Mitsingen animierte.
Nach einer kurzen Pause wurde zum zweiten Teil nach draußen gewechselt. Ihr Programm steigerten die Kinder mit solistischen Passagen, Spielszenen und Tanzeinlagen, in denen ihre schöne Tracht erst richtig zur Geltung kam. Sie sangen lebendige, fröhliche Lieder über Mütter, Schwiegermütter, eine Rübe - von Alltäglichem, welchem sie große Bedeutung schenkten und was den Zuhörern sichtlich Spaß bereitete. Spätestens bei „Kalinka" war der Funke auf die Zuhörer übergesprungen und es gab bei einigen keinen Halt mehr, sie wippten und tanzten einfach „hinter den Kulissen" mit.
Mit „standing ovations" bedankten sich alle Zuhörer für ein starkes Klangbild und die tolle Leistung der Kinder, so dass der Kinderchor nicht um mehrere Zugaben herumkam. Nach Dankesworten von Pfarrer Henner Eurich und Gerhard Pranz wurde der Abend mit einem gemeinsamen Gebet beschlossen, dem „Vater unser" auf deutsch und in ukrainischer Sprache; ein ergreifender Moment für alle als Zeichen des Friedens.
Wer bisher noch keine Möglichkeit hatte, den Kinderchor „KALINONKA" zu erleben, hat noch zu folgenden Terminen die Gelegenheit:
Donnerstag, 22.07.2010, 19.30 Uhr: in der evangelischen Kirche in Groß-Felda
Freitag, 23.07.2010, 19.00 Uhr: Holzburg, Hof „Hahn" (bei schlechtem Wetter DGH)
Samstag, 24.07.2010, 17.00 Uhr: Ökumenisches Sommerfest im katholischen Pfarrzentrum Alsfeld
Text und Fotos: Linda Buchhammer |