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Predigten

Hier können Sie die Predigten aus den Gottesdiensten lesen sowie zum Weitergeben ausdrucken oder downloaden.

Ältere Predigten finden Sie im Archiv.



"Und vergib uns unsere Schuld..." PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Henner Eurich   
Sonntag, den 25. Juli 2010 um 16:55 Uhr

Predigt am 7. Sonntag nach Trinitatis - 18.07.2010

Gottes Gnade und Friede sei mit euch allen! Amen.

Der Predigttext steht in Matthäus, Kapitel 9: 1 Da stieg er in ein Boot und fuhr hinüber und kam in seine Stadt. 2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gelähmten, der lag auf einem Bett. Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 3 Und siehe, einige unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. 4 Als aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Böses in euren Herzen? 5 Was ist denn leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh heim! 7 Und er stand auf und ging heim. 8 Als das Volk das sah, fürchtete es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

Wir haben bei unserer Betrachtung des Vaterunsers schon immer wieder festgestellt, dass Beten und Handeln ganz eng zusammen gehören. Das war für Jesus eins, wie ich bete und wie ich handle, dass muss zusammenhängen, da soll es keine zwei Welten geben, eine fromme und eine „normale", weltliche, sondern ein ganzes Leben, das von Gott geheiligt ist in all seinen einzelnen Bereichen.

Heute wird das sehr deutlich, wie eng Beten und Handeln zusammenhängen: „... wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Die Vergebung Gottes und unser Vergeben werden hier ganz eng miteinander verknüpft.

Wenn man das logisch durchdenkt, bedeutet das unter anderem: Wenn Du nicht vergibst, wird Gott Dir nicht vergeben.

 
"Unser tägliches Brot gib uns heute" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Henner Eurich   
Sonntag, den 11. Juli 2010 um 07:59 Uhr

Predigt am 06. Sonntag nach Trinitatis - 11.07.2010

Gottes Gnade und Friede sei mit euch allen! Amen.

Der Predigttext steht in Markus 6: 30 Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 31 Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen. 32 Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein. 33 Und man sah sie wegfahren, und viele merkten es und liefen aus allen Städten zu Fuß dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. 34 Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an. 35 Als nun der Tag fast vorüber war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Es ist öde hier und der Tag ist fast vorüber; 36 lass sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich Brot kaufen. 37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Silbergroschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben? 38 Er aber sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Geht hin und seht! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf und zwei Fische. 39 Und er gebot ihnen, dass sie sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras. 40 Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. 41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie unter ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. 42 Und sie aßen alle und wurden satt. 43 Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen. 44 Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Mann.

„Unser tägliches Brot gib uns heute." - In unserer Reihe über das Vaterunser befinden wir uns heute an einem Übergang, an einer Nahtstelle: Während die ersten drei Bitten des Vaterunser sich auf Gottes Anliegen beziehen - dein Name, dein Reich, dein Wille - geht es nun um unsere Anliegen: unser tägliches Brot. Und während es in den ersten drei Bitten um geistliche Dinge ging, geht es nun in der vierten Bitte um anscheinend ganz weltliche Dinge, um das tägliche Brot, um Lebensmittel.

Es ist mir erst einmal wichtig, das fest zu halten: Indem Jesus uns das Vaterunser gibt, bindet er Gottes Anliegen und unsere Anliegen ganz fest zusammen, und er bindet geistliches und weltliches ganz fest zusammen. Es ist untrennbar verbunden!

 
"Dein Wille geschehe" PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Henner Eurich   
Sonntag, den 04. Juli 2010 um 09:09 Uhr

Predigt am 6. So nach Trinitatis - 04.07.2010

Gottes Gnade und Friede sei mit euch allen! Amen.

Der Predigttext steht im Matthäusevangelium: 6  Jesus kam nun mit seinen Jüngern an eine Stelle ´am Ölberg', die Getsemane genannt wird. Dort sagte er zu ihnen: »Setzt euch hier ´und wartet'! Ich gehe noch ein Stück weiter, um zu beten.« 37  Petrus jedoch und die beiden Söhne des Zebedäus nahm er mit. Traurigkeit und Angst wollten ihn überwältigen, 38  und er sagte zu ihnen: »Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!« 39  Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter, warf sich zu Boden, mit dem Gesicht zur Erde, und betete: »Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.« 40  Als er zu den Jüngern zurückkam, schliefen sie. Da sagte er zu Petrus: »Ihr konntet also nicht einmal eine einzige Stunde mit mir wach bleiben? 41  Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, aber die menschliche Natur ist schwach.« 42  Jesus ging ein zweites Mal weg und betete: »Mein Vater, wenn es nicht anders sein kann und ich diesen Kelch trinken muss, dann soll dein Wille geschehen.« 43  Als er zurückkam, waren sie wieder eingeschlafen; sie konnten die Augen vor Müdigkeit nicht offen halten. 44  Er ließ sie schlafen, ging wieder weg und betete ein drittes Mal dasselbe Gebet. 45  Dann kehrte er zu den Jüngern zurück und sagte: »Wollt ihr noch länger schlafen und euch ausruhen? Seht, die Stunde ist da, in der der Menschensohn in die Hände der Sünder gegeben wird. 46  Steht auf, lasst uns gehen! Der, der mich verrät, ist da.« (Matth. 26,36-46 - NGÜ)

„Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden." Ich glaube, das ist die schwierigste Bitte des Vaterunsers. Und ich bin auch noch lange nicht fertig mit dieser Bitte, mit dem Verstehen und mit dem Umsetzen. Wie ist das mit dem Willen Gottes: Muss ich mich einfach in alles fügen im Leben, akzeptieren, schlucken was Gott mir schickt? Und die andere Frage: wie erkenne ich Gottes Willen für mein Leben, wie kann ich seiner Führung folgen, mich auf ihn einlassen, anstatt nur mich selbst zu verwirklichen suchen?

 
"Dein Reich komme!" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Henner Eurich   
Sonntag, den 27. Juni 2010 um 08:20 Uhr

Gottes Gnade und Friede sei mit euch allen! Amen.

Der Predigttext aus Matthäus 11,2-6: 2  Johannes [der Täufer] hörte im Gefängnis vom Wirken [Jesu] Christi. Er schickte einige seiner Jünger zu ihm 3  und ließ ihn fragen: »Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?« 4  Jesus gab ihnen zur Antwort: »Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr hört und seht: 5  Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden geheilt, Taube hören, Tote werden auferweckt, und den Armen wird ´Gottes' gute Botschaft verkündet. 6  Und glücklich zu preisen ist, wer nicht an mir Anstoß nimmt.« (NGÜ)

Der bekannte Theologe und Pfarrer Helmut Thielicke hat 1944 und 1945 Reden über das Vaterunser in der Stuttgarter Hospitalkirche gehalten. Die Rede über den Abschnitt „Dein Reich komme" konnte er nicht mehr in der Kirche halten, weil diese von Bomben zerstört war. Unmittelbar zuvor war auch das Attentat auf Hitler gescheitert. Nun saß die Gemeinde im noch erhaltenen Gemeindehaus zusammen. Thielicke hat damals seine Rede über das Reich Gottes so aufgebaut, dass er zwei biblische Linien deutlich machte (vgl. für das folgende H. Thielicke, Das Gebet das die Welt umspannt. Reden über das Vaterunser, Stuttgart 1953):

 
Mona Lisas Lächeln – das Geheimnis echter Weiblichkeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Henner Eurich   
Sonntag, den 20. Juni 2010 um 00:00 Uhr

Predigt bei Moment mal in Eifa am 20.06.2010 (19.00 Uhr)

Hans findet eine Flasche am Strand, hebt sie auf, macht sie auf. Plötzlich kommt ein Flaschengeist raus und sagt ihm, dass er drei Wünsche frei hat. OK, denkt sich der Hans, ich möchte gerne nach Hawaii - aber ich hab ja Flugangst. Also: Ich wünsche mir eine Autobahn nach Hawaii. Darauf der Geist: Tut mir leid, viel zu aufwändig. Wünsch dir was anderes. OK, denkt sich der Hans, dann was anderes: „Ich möchte gerne die Frauen verstehen." Darauf der Geist: Wie viele Spuren soll denn Deine Autobahn haben?

Und jetzt steh ich als Mann hier und will Ihnen was vom „Geheimnis echter Weiblichkeit" erzählen!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Juni 2010 um 17:42 Uhr
 
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