Religionspädagogik
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Kinder haben ein Recht auf religiöse Begleitung.
Von Beginn ihres Lebens an haben Kinder Sinnfragen. Sie fragen:
- Woher komme ich? Wer hat das alles gemacht? - Die Frage nach der Schöpfung.
- Wer bin ich und wer kann ich sein? - Die Frage nach mir selbst.
- Warum muss ich, der/die sterben? - Die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Die religionspädagogischen Angebote in unserer Einrichtung sollen zur Förderung des ganzen Menschen beitragen, das heißt, sie sollen alle bedeutsamen menschlichen Erfahrungen zur Sprache bringen können - dabei sollen auch Grenzsituationen (wie z.B. Tod, Trauer, Leid) im Leben von Kindern thematisiert werden, wenn Kinder das Bedürfnis danach zeigen. Dieses kann im Einzelgespräch zwischen Erzieherin und Kind, in Kleingruppen oder in der Gruppengemeinschaft geschehen. Erklärungen zu diesen Themen werden soweit abgegeben bis alle Fragen erschöpft sind. Im Alltag kommt es immer wieder einmal vor, dass Kinder über Gott reden wollen. Hier haben sie entweder die Möglichkeit sich einen gewünschten Gesprächspartner (Erzieherin) auszuwählen oder dieses Thema in der Gruppengemeinschaft zu besprechen. Oftmals ist es schon hilfreich, wenn Kinder einen Zuhörer finden.
Durch die räumliche und zeitliche Gestaltung in unserer Einrichtung möchten wir eine Atmosphäre schaffen, die sowohl den Kindern, Eltern, als auch den Erziehern Wärme, Geborgenheit und Vertrautheit vermittelt. Dazu tragen unsere gemütlich eingerichteten Spielecken, die mit Stoffen und Lämpchen versehen sind, sowie das Vorhandensein von Pflanzen und Naturmaterialien bei. Wir bieten Räume zum Innehalten, zum In-Bewegung-Sein, zum Staunen, Zeiten für Stille. Uns ist daran gelegen, dass sich die Kinder in jedem Raum willkommen fühlen und ihre Gaben und Fähigkeiten geschätzt werden. Durch das Aufhängen von Bildern und Gebasteltem können die Kinder ihre ganz persönlichen Spuren im Raum hinterlassen. Des Weiteren tragen der Tages- sowie Wochenrhythmus dazu bei, dass den Kindern Sicherheit vermittelt wird.
Der Umgang mit dem Glauben begleitet uns im Kindertagesstättenalltag. Um im Dialog mit Gott zu bleiben, beten wir täglich gemeinsam mit den Kindern in Form von Liedern, freiem Erzählen von Erlebnissen, Danksagung und Gebetssprüchen.
Die Erfahrung mit Zeit spielt eine große Rolle. Für uns ist darum wichtig, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, Zeit für sie zu haben, sich Zeit für sie zu nehmen, sie und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und individuell darauf einzugehen.
Der Jahresrhythmus (Jahreszeiten) und der Verlauf des Kirchenjahres werden von uns bewusst gestaltet, um christliche Traditionen zu vermitteln (Frühling, Sommer, Herbst und Winter verbunden mit den Kirchenfesten Ostern, Erntedank, Advent und Weihnachten.)
Mit Hilfe verschiedener Medien, wie z.B. Bücher, Dias, Bildtafeln, CDs und Musikkassetten, vermitteln wir den Kindern religiöse Inhalte.
Zur theologischen Begleitung und Unterstützung sowohl des Personals als auch der Kinder besucht uns regelmäßig unser zuständiger Gemeindepfarrer Herr Eurich.
Als evangelische Kindertagesstätte sind wir ein wichtiges Glied unserer Gemeinde. Regelmäßige Kirchenbesichtigung zu Erntedank sowie Mitgestaltung einzelner Gottesdienste bereichern unsere religiösen Erlebnisse. Um auch Eltern an unseren religiösen Inhalten teilhaben zu lassen, bieten wir neben der Möglichkeit zur Hospitation in der Einrichtung auch die Teilnahme an Festen und Feiern, insbesondere der Weihnachtsfeier. Unsere Aufgabe sehen wir auch darin, den Eltern Wertschätzung entgegenzubringen und ihnen Raum und Zeit für ihre Anliegen zu widmen.




