50 Jahre Evangelischer Posaunenchor Eifa
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- Geschrieben von Linda Buchhammer
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Feierlichkeiten am ersten Adventswochenende in Eifa
Die evangelischen Kirchengemeinden Eifa und Altenburg haben mit dem ablaufenden Jahr ein besonderes musikalisches Jubiläumsjahr zu verzeichnen. Nachdem kürzlich der Evangelische Posaunenchor Altenburg sein hundertjähriges Bestehen dem Anlass entsprechend gefeiert hatte, konnten nun die Bläser des Evangelischen Posaunenchores Eifa am ersten Adventswochenende ihre Feierlichkeiten zum fünfzigsten Jubiläum begehen.
So starteten die Musiker am Samstagnachmittag ihr Festprogramm mit einer mobilen „Ständchen-Tour" per Festwagen durch Eifa und brachten den Einwohnern Lieder ihres reichhaltigen Repertoires zu Gehör. „Heiße selbstgemachte Köstlichkeiten" unterstützten die Bläser, um der Kälte zu trotzen. Am Abend trafen sie sich zu einem gemeinsamen „Familienabend" im Evangelischen Gemeindezentrum und ließen dort in geselliger Atmosphäre die vergangenen 50 Jahre Revue passieren. Entgegen der Verlaufschronik von 1960 bis zum jetzigen Bestehen liefen die Uhren vom Vorsitzenden des Posaunenchores Holger Jöckel und seinem Stellvertreter Matthias Hölscher rückwärts: sie gingen mit einer Bilder-Präsentation vom „Heute" bis zum Gründungsjahr zurück, so dass sich viele Anwesende dort wiederfinden konnten. Zum Gründungsjahr war die Erinnerung und der Sachverstand der älteren Generation gefragt, doch auch hier blieb keine Frage unbeantwortet, denn sechs Gründungsmitglieder waren im Saal anwesend und erhielten während des Abends eine besondere Ehrung.
Damals, am 09.01.1960 fanden sich neunzehn begeisterte Menschen im Gemeindesaal ein, um im Dienste der Kirchengemeinde den Evangelischen Posaunenchor unter damaliger Leitung von Karin Heil zu gründen und Gottes Lob mit Trompeten und Posaunen in Eifa zu verkünden, was bis heute noch Bestand hat. Im Laufe der 50 Jahre spielten über einhundert Bläser im Posaunenchor, wie sich anhand einer eigens zum Jubiläum angefertigten großen Leinwand erkennen ließ.
Höhepunkt des Jubiläums war zweifelsohne der Festgottesdienst am ersten Advent in der Evangelischen Kirche in Eifa. Nachdem die Jubiläumsbläser mit Ihrer Chorleiterin Lena Tauscher in die Kirche eingezogen waren, eröffneten sie den Gottesdienst mit einem festlich intonierten Eingangsstück. Klangvoll, überzeugend luden sie die Gottesdienstbesucher zum Zuhören ein. Und diese musikalische Professionalität dauerte während des ganzen Gottesdienstes an, wobei sie von Gastbläsern des evangelischen Posaunenchores Altenburg, von Hans Georg Otterbein am Schlagzeug und von Pfarrer Henner Eurich am Keyboard unterstützt wurden.
Geführt von ihrer Dirigentin verstanden es die Bläser, die Liturgie zu begleiten und die Botschaft Gottes musikalisch umzusetzen. Mit den Chorälen „Macht hoch die Tür" und „Tochter Zion, freue dich" verbreiteten sie den Hauch der Weihnacht, so dass sicherlich dem ein oder anderen warm ums Herz wurde.
Der feierliche Rahmen des Gottesdienstes wurde durch weitere Mitwirkende ergänzt. So sangen die Kinder des Kindergottesdienstes Abenteuerland „Herzlich willkommen, schön dass du da bist", bevor sie mit dem Kindergottesdienst-Team für weitere Aktivitäten in die Schule gingen.
Der Evangelische Kirchenchor unter Leitung von Manfred Peter, der Kantor Simon Wahby vertrat, wirkte mit und brachte gekonnt „ Wie soll ich Dich empfangen" und „Herr, wir bitten: Komm und segne uns" mit Gitarrenbegleitung zu Gehör, was alle in der Kirche zum Mitsingen animierte. Und auch Katja Hölscher setzte perfekt an der Kirchenorgel mit „My way" einen besonderen Akzent.
Pfarrer Henner Eurich richtete in seiner Predigt das Augenmerk auf die Adventszeit, der Ankunft Jesu als demütiger König und verstand es, mit anschaulichen Bildern die damaligen Zustände in die heutige Zeit zu transponieren, wobei er auch die Funktion eines Posaunenchores ansprach und sein Wort an den Jubiläumschor richtete. Die Berufung des Posaunenchores sei breit gefächert, es seien größere Anforderungen, mal laut, mal leise, die Botschaft Gottes in Freud und Leid auszudrücken. Der Pfarrer wünschte dem Chor noch langen Fortbestand.
Die Vorsitzende des Bezirks Oberhessen im Posaunenwerk der EKHN, Lydia Appel-Moritz, überbrachte die Grüße und Glückwünsche der kirchlichen Gremien und vom Landesposaunenwart Albert Wanner und beschrieb die Aufgaben der Posaunenchöre. Im Anschluss zeichnete sie verschiedene Bläser des Chores mit besonderen Ehrungen aus. Der Vorsitzende Holger Jöckel durfte die Urkunde zum 50 jährigen Jubiläum entgegen nehmen (Foto rechts).
Rudolf Wagner erhielt die Urkunde für 50 Jahre Bläserdienst und einen besonderen Holzschnitt aus limitierter Gesamtauflage (Foto links). Abgebildet sind darauf vier Menschen ohne Gesicht und mit verschiedenen Blasinstrumenten, die symbolisch zu verstehen: Ob groß ob klein, ob alt ob jung, gleich welche Hautfarbe - jeder darf im Posaunenchor mitspielen! Rudolf Küster wurde für 40 Jahre Dienst im Posaunenchor Eifa ausgezeichnet, und Bernd Scheuer bekam die goldene Bläsernadel des Posaunenwerks der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für 25 Jahre aktives Blasen verliehen. Schließlich übergab Lydia Appel-Moritz Christina Klein, Markus Stroh und Patrik Hölscher die silberne Bläsernadel.
Nach den Ehrungen überbrachte Uwe Stroh auf heitere Weise die Glückwünsche des Kirchenvorstandes Eifa und beschenkte die Geehrten mit passenden Präsenten, und Pfarrer Henner Eurich sprach den Geehrten einen besonderen Segenswunsch zu.
Später überbrachte Heinrich Lippert die Grüße und Glückwunsche der Eifaer Vereine, verbunden mit einem Geldgeschenk.
Zum Abschluss des Gottesdienstes spielte der Posaunenchor „Heal the world" von Michael Jackson, ein bewegender ausdruckstarker Welthit, bei dem Bernd Scheuer den Solopart übernahm. Begleitet von Pfarrer Eurich und Hans Georg Otterbein wurde dieses Lied brillant intoniert und ließ die Bläser zur Höchstleistung auffahren. Ein toller Abschluss für ein rundum gelungenes Jubiläum.
Text und Fotos: Linda Buchhammer (Altenburg)




